Substanzen

2C-I / 2C-B (Halluzinogen)

Beschreibung

Wirkung

Risiken und Nebenwirkungen

Safer - Use - Regeln

Strafrecht

Beschreibung

Substanz:

  • 2C-B (2,5-Dimethoxy-4-Brom-Phenylethylamin)
  • 2C-I (2,5-Dimethoxy-4-Iod-Phenylethylamin)
  • synthetisch hergestellte Meskalinderivate

Erscheinungsformen:

  • meist als Pillen (teilweise auch als XTC verkauft)
  • in Pulverform (selten in Kapseln abgefüllt).

Konsumformen:

  • geschluckt
  • seltener geschnupft (2C-B)

Dosierung:

  • geschluckt 5 mg bis max. 25 mg
  • geschnupft 2 mg bis max. 15 mg
  • 2 mg mehr oder weniger können viel bewirken - in kleinen Schritten an seine individuelle Dosis herantasten

Wirkung

Wirkung:

  • Wahrnehmungen und Gefühle werden intensiver
  • Lust auf Sex kann sich steigern
  • Ab 10–15 mg (geschnupft schon ab 7mg) bekommt die Wirkung meist einen halluzinogenen Charakter
  • Grenzen zwischen Innen und Außen lösen sich auf
  • Oft werden schnelle farbige Muster und leuchtende Felder um Gegenstände und Personen herum wahrgenommen (Rausch wird jedoch weniger tief empfunden als bei LSD)

Wirkungseintritt:

  • geschluckt nach 30–60 Minuten
  • geschnupft nach 5–10 Minuten

Wirkungsdauer:

  • 2C-B: ca. 4–8 Stunden
  • 2C-I: ca. 6–10 Stunden

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen:

  • Die Pupillen weiten sich, der Blutdruck steigt an, und es kann zu Übelkeit, Schweißausbrüchen und Schwindelanfällen kommen
  • Magen- und Darmbeschwerden, vereinzelt können leichte allergische Reaktionen auftreten (Husten aufgrund vermehrter Schleimproduktion)
  • Orientierungslosigkeit, Verwirrung und Angstgefühle bis hin zur Todesangst

Langzeitnebenwirkungen:

  • Bei Menschen mit einer Veranlagung zu Psychosen, können 2C-B/ 2C-I diese zum Vorschein bringen
  • Entwicklung einer Toleranz gegenüber dem Stoff ist möglich (Eintritt der Wirkung erst wieder nach längerer Konsumpause)
  • Weitere Langzeitnebenwirkungen sind bisher noch nicht erforscht

Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer die teils erheblichen, akuten und langfristigen Risiken in Kauf nimmt, sollte sich wenigstens mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen

Safer - Use - Regeln

Safer Use:

  • 2C-B und 2C-I wirken sehr settingabhängig und sind nur beschränkt partytauglich
  • Achte auf Set und Setting: Nimm 2C-B/2C-I nur an Orten, wo du dich wohl und sicher fühlst
  • Konsumiere 2C-B und 2C-I nie allein und nur, wenn du dich psychisch und physisch gut fühlst und gut ausgeschlafen bist
  • Lege nicht nach, dosiere vorsichtig
  • Mische 2C-B und 2C-I nicht mit Alkohol oder Medikamenten!
  • Der Mischkonsum von 2C-B und Ecstasy kann zu Krampfanfällen führen.
  • Trinke während des Trips genug Wasser
  • Beachte beim Schnupfen Safer-Sniffing-Regeln. Achtung, 2C-B brennt schmerzhaft in der Nase!

Personen mit Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Diabetiker/innen gehen beim Konsum von 2C-B und 2C-I ein erhöhtes Risiko ein

Strafrecht

2C-B/ 2C-I fällt unter die Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG). Besitz, Handel etc. sind strafbar.

Weitere Infos: Drogen und Strafrecht

Alkohol / Ethanol

Beschreibung

Wirkung

Risiken und Nebenwirkungen

Safer - Use - Regeln

Beschreibung

Substanz:

  • Ethanol wird durch die Vergärung von Zucker aus Früchten und/oder Getreide gewonnen

Erscheinungsformen:

  • Getränke mit unterschiedlichem Alkoholgehalt
  • Bier enthält 3–7 Vol. %
  • Wein 11-14 Vol. %
  • Wodka ca. 40 Vol. %
  • Stroh-Rum 80 Vol. %

Absinth:

"Die grüne Fee", eine hochprozentige Spirituose (meist 50–70 Vol.%), enthält den pflanzlichen Wirkstoff Thujon. Zusammen mit dem Hauptwirkstoff Alkohol werden dem Thujon stimulierende und bewusstseinsverändernde Effekte nachgesagt. In der EU wie in der Schweiz gelten klare Grenzwerte (max. 35 mg Thujon pro kg Alkohol). Vorsicht bei übermässigem und chronischem Gebrauch! Es besteht eine Gefahr von Alkoholvergiftung und -abhängigkeit. Eine Thujon-Überdosis zeigt sich in Krampfanfällen und epilepsieähnlichen Symptomen.

Konsumformen:

  • Alkohol wird als Getränk und als Zugabe in Speisen konsumiert.

Dosierung:

  • Die Blutalkoholkonzentration in Promille (‰) ist von konsumierter Menge, Alkoholart, Zeitraum des Konsums und individuellen Faktoren (Alter, Geschlecht, Gewicht u.a.) abhängig.

Wirkung

Wirkung:

  • Anregung, Entspannung, Enthemmung, Euphorie
  • höhere Dosen: Verminderung der Reaktionsfähigkeit, Selbstüberschätzung, Rededrang, Gereiztheit, Aggressivität
  • übermäßiger Konsum: Magenschmerzen, Übelkeit und Kopfschmerzen (Kater)

Wirkungseintritt:

  • 30 bis 60 Min. nach der Einnahme erreicht der Alkoholspiegel im Blut seine höchste Konzentration

Wirkungsdauer:

  • durchschnittlich werden im Körper pro Stunde 0,1-0,15‰ Alkohol abgebaut
  • Männer bauen Alkohol etwas schneller ab als Frauen

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen:

  • Gleichgewichts- und Sprechstörungen, visuelle Störungen (Doppeltsehen) und Übelkeit
  • hohe Unfallgefahr wegen Selbstüberschätzung und verminderter Reaktionsfähigkeit
  • sehr hohe Dosen (3-4‰): Unterkühlung oder Überhitzung, Tiefschlaf, Koma, Tod

Achtung:

Rauschtrinken (Binge Drinking), die Alkoholaufnahme in sehr kurzer Zeit und in großen Mengen, lässt den Blutalkoholgehalt besonders rasch und stark ansteigen, es kommt schneller zur Alkoholvergiftung.

Folgen:

Komatöser Zustand, Ausschaltung lebenswichtiger Reflexe (Gefahr des Erstickens bei Erbrechen, Erfrierungsgefahr bei Kälte). Epileptische Anfälle können ausgelöst werden. Erhöhtes Risiko für Thrombosen, hohen Blutdruck (niedriger auch möglich), Atemdepression und plötzlichen Herztod.

Langzeitrisiken:

  • Abhängigkeit mit psychischen und körperlichen Symptomen
  • Entzugssymptome sind: Unruhe, Zittern, Übelkeit und Erbrechen
  • regelmäßiger starker Konsum: Schädigung sämtlicher Körperorgane, Störungen des Nervensystems und der Gedächtnisfunktionen.
  • Alkohol ist ein Ko-Karzinogen, d.h. er verstärkt die krebserregende Wirkung anderer Stoffe (wie z.B.: Zigarettenrauch) deutlich!

Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer die teils erheblichen, akuten und langfristigen Risiken in Kauf nimmt, sollte sich wenigstens mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen

Safer - Use - Regeln

Safer Use:

  • Trinke nicht aus Langeweile oder wenn es dir schlecht geht.
  • Trinke Alkohol mit Genuss und lass dir Zeit dabei.
  • Trinke Alkohol nicht auf leeren Magen.
  • Vermeide Mischkonsum verschiedener alkoholischer Getränke, trinke etwas unalkoholisches dazu (z.B. ein Glas Wasser nach jedem alkoholischen Getränk).
  • Vorsicht mit Alcopops! Bei diesen Süßgetränken schmeckt man den Alkohol kaum heraus, obwohl eine 3dl-Flasche rund zwei Schnäpse enthält - die Gefahr einer ungewollten Überdosierung ist hoch.
  • Verzichte generell auf den Konsum von Alkohol, wenn du andere psychoaktive  Substanzen konsumierst; deren Wirkung wird durch den Alkohol verändert, oder es treten gefährliche Nebenwirkungen auf (z.B. Alkohol und GHB = Erstickungsgefahr!).
  • Wer trinkt, fährt nicht – benutze öffentliche Verkehrsmittel, nimm ein Taxi oder geh zu Fuß.
  • Alkoholkonsum während der Schwangerschaft ist ein Risiko für den Fötus. Schwere Schäden beim Kind können die Folge sein.

Benzodiazepine

Beschreibung

Wirkung

Risiken und Nebenwirkungen

Safer - Use - Regeln

Strafrecht

Beschreibung

Substanz:

  • Gruppe psychoaktiver Medikamente, die als Entspannungs- und Beruhigungsmittel (Tranquilizer) oder als Schlafmittel (Hypnotika) verabreicht werden
  • werden auch "Benzos", "Rohpies" und "Dias" genannt
  • fanden ursprünglich in der Narkosemedizin Anwendung und werden heute in der Medizin bei Symptomen wie Angst, Depression, Unruhe, Wahn, Halluzinationen oder Schlaflosigkeit verwendet
  • Anders als Barbiturate unterdrücken sie nicht die REM-Phase (Traumphase) oder hinterlassen einen Hang Over (Schwächegefühl nach dem Schlaf), was dazu führt, dass sie heute zu den am häufigsten verschriebenen Beruhigungsmitteln gehören

Erscheinungsformen:

  • Tabletten: Bekannteste Vertreter sind Rohypnol® (Flunitrazepam) und Valium®/ Faustan® (Diazepam)

Konsumformen:

  • geschluckt
  • geschnupft
  • gespritzt

Wirkung

Wirkung:

  • erregungs- und angstmindernd
  • einschläfernd, muskelentspannend, antiepileptisch und mitunter antidepressiv
  • in hohen Dosen kommt es zu erheblicher Beruhigung und Schläfrigkeit
  • bei Langzeitgebrauch ist jedoch eine Umkehrung der Wirkung möglich (z.B. auslösen von epileptischen Anfällen)

Wirkungseintritt:

  • geschluckt nach ca. 15 Minuten
  • geschnupft nach ca. 5 Minuten
  • gespritzt nach 0,5 Minuten

Wirkungsdauer:

  • je nach Medikament und Dosis unterschiedlich, von 1,5 bis zu 48 Stunden

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen:

  • Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, starke Einschränkung der Reaktionsfähigkeit, Sekundenschlaf, Reflexdämpfung
  • eingeschränkte räumliche Koordination, Störungen in der Bewegungssteuerung
  • Benommenheit, Mattigkeit, Kopfschmerzen
  • Oberbauchbeschwerden, Verstopfung, Durchfall, Schwierigkeiten beim Wasserlassen
  • Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien)
  • gesteigerte Aggressivität
  • Erinnerungslücken, Schaum vor dem Mund, Störungen in der Bewegungssteuerung
  • geistige Verwirrtheit, Desorientierung und Artikulationsstörungen (undeutliches, zusammenhangloses Sprechen, "Labern")

Langzeitrisiken:

  • Bewegungs- und Gangunsicherheit (Torkeln), Muskelschwäche, Schwindelgefühle, Verwirrtheit, akute Erregungszustände, Wutanfälle, Sehstörungen, Doppelbilder, Erinnerungslücken, gesteigerte Aggressivität, Depressionen, Halluzinationen
  • physische Abhängigkeit: Plötzliches Absetzen nach längerem Gebrauch führt zu einer "Rebound"-Reaktion, d.h. Beschwerden, gegen die die Benzodiazepine angewendet wurden (Ruhelosigkeit, Schlafstörungen), treten verstärkt auf
  • psychische Abhängigkeit: zwanghaftes Konsumieren der Substanz um negativ empfundene Befindlichkeitsänderungen zu dämpfen
  • bei Entzug: Schlaflosigkeit, Angstzustände, innere Unruhe, Erbrechen, Zittern, Schwitzen, Muskelzuckungen, Krampfanfälle und Psychosen

Wechselwirkungen:

  • Gefahr der gegenseitigen Wirkungsverstärkung bei Mischkonsum von Benzodiazepinen mit Schlafmitteln und/oder von Benzodiazepinen mit anderen Substanzen, wie Heroin, Methadon/ Polamidon und Alkohol.

Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer die teils erheblichen, akuten und langfristigen Risiken in Kauf nimmt, sollte sich wenigstens mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen

Safer - Use - Regeln

Safer Use:

  • Tabletten sind nicht zum Spritzen da!!!

→ Tabletteninhaltsstoffe können sich in den Venen absetzen und zu Verschlüssen führen. Dies kann das Absterben von Gliedmaßen und Amputation zur Folge haben.

→Verschiedene Tablettenhilfsstoffe können sich auch in den Organen ablagern und dort zu schwerwiegenden Störungen führen.

  • Durch die Nase gezogen, wirken Benzodiazepine bei weitem nicht so intensiv wie nach oraler Einnahme (da Schleimhäute nicht so viel aufnehmen können), Schleimhäute werden dabei geschädigt, bei chronischem Konsum sogar irreparabel.
  • Kein Mischkonsum, speziell mit Alkohol, Heroin oder Schlafmitteln!
  • Besonders in Verbindung mit Alkohol besteht die Gefahr einer Überdosierung, da man das Gefühl hat mehr zu vertragen.
  • Zusätzlich wird die atemdepressive (atemlähmende) Wirkung des Alkohols verstärkt – Erstickungsgefahr!
  • Bei Mischung von Benzodiazepinen und Heroin kann man in einen schmerzunempfindlichen Tiefschlaf fallen - Gefahr von Erfrierungen im Winter, Verbrennungen durch Einschlafen an Heizkörpern oder Einschlafen mit brennender Zigarette.
  • Durch die Einnahme einer unglücklichen Position im berauschten Zustand, der über einen längeren Zeitraum ohne Stellungswechsel anhält, besteht für die/den GebraucherIn auch das Risiko einer Nervenlähmung in Form einer "Fallhand" oder eines "Fallfußes".
  • Allgemeine Unfallgefahr durch muskelentspannende und einschläfernde Wirkung!
  • KonsumentInnen wirken in diesem Stadium oft hilflos - deshalb in vertrauter Umgebung/in Anwesenheit von Freund_innen konsumieren!
  • Bedenke die Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit!

Strafrecht

Benzodiazepine sind verschreibungspflichtig. Ohne ein entsprechendes Rezept kann es strafrechtliche Probleme geben!

Cannabis (Sedativum)

Beschreibung

Wirkung

Risiken und Nebenwirkungen

Safer - Use - Regeln

Strafrecht

Beschreibung

Substanz:

  • Cannabisprodukte werden aus der Hanfpflanze hergestellt
  • Cannabis enthält bis zu 450 verschiedene Inhaltsstoffe, ca. 65 davon wurden in der Hanfpflanze gefunden (werden daher als Cannabinoide bezeichnet)
  • Psychoaktiver Hauptwirkstoff ist das Delta-9-Tetrahydrocannabinol (kurz THC)
  • bis auf den Samen können alle Pflanzenteile psychoaktive Cannabinoide enthalten
  • höchste Wirkstoffkonzentration findet man im Harz der weiblichen Pflanze

Erscheinungsformen:

Haschisch (auch Piece, Dope oder Shit):

  • ist das gepresste Harz der Blütenstände
  • hat eine bräunlich-grüne oder schwarze Farbe und ist von fester Konsistenz
  • Wirkstoffkonzentration kann stark variieren
  • THC-Gehalt bewegt sich zwischen 3- 15 %, in Ausnahmen bis zu 30%

Marihuana (auch Gras, Weed oder Ganja)

  • Getrocknete Pflanzenteile der Hanfpflanze
  • handelt sich ausschließlich um die weiblichen Blüten
  • THC-Gehalt bewegt sich zwischen 1 -15%
  • Speziell gezüchtete Sorten in sog. Indoor-Anlagen können einen THC-Gehalt bis zu 30% enthalten

Konsumformen:

  • mit Tabak gemischt und als Joint oder in einer speziellen Wasserpfeife (Bong) geraucht
  • getrunken (als Tee, Kakao)
  • gegessen (Spacecakes, Joghurt)

Dosierung:

  • THC-Gehalt kann von Sorte zu Sorte sehr stark variieren
  • neuere Sorten enthalten meist einen höheren THC-Gehalt

Wirkung

Wirkung:

  • Gesteigertes Wohlbefinden, leichte Euphorie
  • Gelassenheit, Gefühle sind gedämpft
  • Entspannung, Befreiung von Ängsten, Gefühl der Leichtigkeit
  • Verminderte Konzentrationsfähigkeit und gestörtes Kurzzeitgedächtnis
  • Verändertes Zeitgefühl (meist verlangsamt)
  • Appetitsteigerung („Fressflash)
  • Körpertemperatur und Blutzuckerspiegel sinken
  • Puls beschleunigt sich
  • Geringere Schmerzempfindlichkeit
  • Blutgefäße erweitern sich, der Blutdruck kann leichtabfallen
  • Rötung der Augen (Bindehautreizung)
  • Mundtrockenheit

Wirkungseintritt:

  • Rauchen: bereits nach wenigen Sekunden
  • Essen/ Trinken: erste Rauscheffekte nach ca. 45 – 60 Minuten

Wirkungsdauer:

  • Rauchen: 2 – 3 Stunden
  • Essen/ Trinken: bis zu 12 Stunden

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen:

  • Herzrasen, Kreislaufprobleme, Schwindel, Übelkeit
  • Angst, Panikattacken
  • Gedankenchaos, Verselbstständigung unangenehmer Gedanken
  • Gefühle sozialer Isoliertheit, mangelnde Kommunikationsfähigkeit
  • Psychotische Zustände (Verfolgungswahn, Halluzinationen)
  • Gesundheitsgefahren durch Streckmittel

Langzeitrisiken:

  • Schädigung der Atemwegsorgane (Lungenkrebs, chronische Bronchitis, verschlechterte Lungenfunktion)
  • Abnahme der kognitiven Leistungsfähigkeit (Gedächtnis, Konzentration, Lernfähigkeit werden herabgesetzt)
  • Antriebs- und Interessensverlust (Dinge des Alltags, Hobby, Schule/ Beruf, Familie etc., werden als gleichgültig erlebt)
  • Entwicklungsverzögerung (bei frühzeitig beginnendem Dauerkonsum, unter 16 Jahren)
  • Erhöhtes Psychoserisiko (kann bei anfälligen (vulnerablen) Menschen eine verborgene Psychose auslösen bzw. den Ausbruch beschleunigen)
  • Abhängigkeit (regelmäßiger Konsum kann in eine psychische Abhängigkeit übergehen)

Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer die teils erheblichen, akuten und langfristigen Risiken in Kauf nimmt, sollte sich wenigstens mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen

Safer - Use - Regeln

Safer Use:

  • THC beeinflusst temporär deine Merk- und Konzentrationsfähigkeit. Vom Konsum bei der Arbeit und in der Schule ist daher abzuraten. Rauche nur in der Freizeit und nur dann, wenn du dich gut fühlst.
  • Beim Essen oder Trinken von Cannabisprodukten sind die Wirkungen stärker und unberechenbarer als beim Rauchen, das Risiko für eine Überdosierung ist hoch.
  • Taste dich vorsichtig an die richtige Dosis heran, lege nicht gleich nach! Beachte den verzögerten Wirkungseintritt.
  • Achte beim Rauchen auf gute Filtermethoden (Aktivkohlefilter) oder benutze einen Vaporizer.
  • Personen mit psychischen Problemen sollten keine Cannabisprodukte konsumieren.
  • Bei Schizophrenie kann Cannabis den Krankheitsverlauf verschlimmern oder zu Rückfällen führen.
  • Bei bestehenden Herzerkrankungen, Herzbeschwerden oder Lungenerkrankungen sollte auf Cannabiskonsum verzichtet werden.

Strafrecht

Cannabis fällt unter die Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG). Besitz, Handel etc. sind strafbar.

Weitere Infos: Drogen und Strafrecht

Crystal (Stimulans)

Beschreibung

Wirkung

Risiken und Nebenwirkungen

Safer - Use - Regeln

Strafrecht

Beschreibung

Substanz:

  • Methamphetamin (Methylamphetamin-Hydrochlorid) ist ein synthetisches Aufputschmittel
  • Hat meist einen hohen Reinheitsgrad

Erscheinungsformen:

  • In kristalliner Form oder als weißes bis cremefarbenes Pulver (Crystal, Ice, Pico)
  • Eher selten als Pille (Yaba, Thaipille, Pervitin®)
  • Free Base (Meth)

Konsumform:

  • Methamphetamin wird geschluckt oder geschnupft
  • seltener geraucht oder gespritzt

Dosierung:

  • 2-25 mg, stark abhängig von der Reinheit

Wirkung

Wirkung:

  • die körpereigene Leistungsdroge Noradrenalin wird freigesetzt und die gleichzeitige Ausschüttung von Dopamin steigert das Selbstwertgefühl
  • Methamphetamin gelangt rascher ins Gehirn als Amphetamin und bewirkt dadurch einen stärkeren Rausch (birgt dadurch ein höheres Suchtpontential!)
  • die Körpertemperatur steigt, Puls und Atmung werden beschleunigt, der Blutdruck erhöht
  • Hunger und das Bedürfnis nach Schlaf werden unterdrückt
  • gesteigertes Selbstwertgefühl, erhöhte Risikobereitschaft, unterdrücktes Schmerzempfinden, Euphorie
  • Nervosität und ein gesteigerter Rededrang (Laberflash)
  • Methamphetamin wirkt luststeigernd und enthemmend (es wird deshalb auch als Sexdroge verwendet)

Wirkungseintritt:

  • geschnupft nach ca. 10-20 Minuten
  • geschluckt nach 30-45 Minuten
  • geraucht oder gespritzt innerhalb von wenigen Sekunden

Wirkungsdauer:

  • 6-30 (!) Std. Die Wirkung kann leicht länger als 24 Stunden anhalten
  • Methamphetamin ist im Körper schlecht abbaubar

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen:

  • Wirkt viel stärker als Aphetamin
  • verspannte Kiefermuskulatur, Mundtrockenheit, Temperaturanstieg, großer Flüssigkeitsverlust
  • erhöhte Herzfrequenz sowie erhöhter Blutdruck und Zittern am ganzen Körper
  • Reizbarkeit und aggressives Verhalten (vor allem in Kombination mit Alkohol)

Langzeitrisiken:

  • stark auszehrende Substanz mit einem sehr hohen Abhängigkeitspotential, mit psychischen und körperlichen Symptomen
  • erlebte Euphorie kann in Erschöpfung, Lethargie und Deressionen umschlagen
  • kann zu paranoiden Tendenzen kommen (Verfolgungswahn)
  • starke Auszehrung des Körpers und Schwächung des Immunsystems
  • Glieder- und Gelenkschmerzen, Hautunreinheiten, Magenprobleme sowie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
  • Schäden der Nasenschleimhäute

Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer die teils erheblichen, akuten und langfristigen Risiken in Kauf nimmt, sollte sich wenigstens mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen

Safer - Use - Regeln

Safer Use:

  • Dosiere niedrig, Methamphetamin ist ein hochpotenter Stoff!
  • Nimm bei häufigem Gebrauch Vitamin C und D sowie Mineralien (Eisen, Kalzium und Magnesium) zu dir.
  • Iss nach dem Konsum genug, um Gewichtsverlust vorzubeugen.
  • Achte auf eine regelmäßige und ausreichende Flüssigkeitszufuhr (keinen Alkohol!).
  • Beachte die Safer-Sniffing- und die Safer-Sex-Regeln.
  • Verzichte auf Mischkonsum!
  • Achte darauf, Konsumpausen einzulegen.
  • Psychisch kranke Personen, Personen mit Bluthochdruck, Leber- und Nierenerkrankungen, Diabetiker_innen und Schwangere sollten kein Methamphetamin konsumieren.
  • Trage besser keine Kopfbedeckung (Überhitzungsgefahr!).

Bei intravenösem Konsum: kein gemeinsamer Spritzengebrauch (Safer-use)

Strafrecht

Crystal fällt unter die Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG). Besitz, Handel etc. sind strafbar.

Weitere Infos: Drogen und Strafrecht

DMT (Halluzinogen)

Beschreibung

Wirkung

Risiken und Nebenwirkungen

Safer - Use - Regeln

Strafrecht

Beschreibung

Substanz:

  • DMT (N,N-dimethyltryptamin) und 5-MeO-DMT (5-Methoxy-N,N-dimethyltryptamin) sind natürliche, in Pflanzen, Tieren und im Menschen vorkommende Psychedelika, werden jedoch auch synthetisch hergestellt
  • N,N-DMT spielt möglicherweise eine Schlüsselrolle beim Erleben von Träumen und von außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen

Erscheinungsformen:

  • DMT: Harz, Pulver oder teerige Masse
  • 5-MeO-DMT: kristalline Substanz

Konsumformen:

  • geraucht oder geschnupft
  • selten gespritzt

Dosierung:

  • DMT: 20-max.50 mg geraucht, 20-50 mg geschnupft
  • 5-MeO-DMT: 6-20 mg geraucht, 6-12 mg geschnupft, 2-3 mg intravenös gespritzt.

Wirkung

Wirkung:

  • Blutdruck und Puls erhöhen sich, die Pupillen weiten sich
  • das Eintauchen in sehr bizarre Welten, die Trennung von Körper und Geist, Ich-Auflösung und ein Gefühl des Einsseins mit dem All sind die Regel
  • Nahtoderfahrungen sind häufig
  • Nach ca. 10 Minuten beginnt der Rausch abzuklingen und hallt noch während ca. 30-60 Minuten angenehm nach

Wirkungseintritt:

  • geraucht nach einigen Sekunden
  • bei geschnupftem 5-MeO-DMT nach einigen Minuten

Wirkungsdauer:

  • 10 Minuten
  • bei geschnupftem 5-MeO-DMT bis 40 Min

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen:

  • häufig Kontrollverlust
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Anstieg der Herzfrequenz, leicht beschleunigtes Atmen, erhöhter Blutdruck
  • Pupillenerweiterung, vermehrter Speichelfluss
  • Zittern, Unruhe und Kopfschmerzen sowie Bewegungsstörungen
  • Risiko beim Konsum von DMT liegt vor allem im psychischen Bereich; Angstzustände und Bad Trips sind möglich
  • Starke Wahrnehmungsveränderungen und die Auflösung der eigenen Identität können von manchen User_innen als traumatisch erlebt werden

Langzeitrisiken:

  • Bleibende Störungen der Selbst- und Realitätserkennung sind möglich
  • Eventuell können latente (verborgene) Psychosen ausgelöst werden

Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer die teils erheblichen, akuten und langfristigen Risiken in Kauf nimmt, sollte sich wenigstens mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen

Safer - Use - Regeln

Safer Use:

  • Wenn du Angst vor der starken DMT-Wirkung hast, empfiehlt es sich, auf den Konsum zu verzichten. Angst kann zu einem negativen Rauscherlebnis führen.
  • DMT scheint für rituelle Meditationen geeignet zu sein, ist jedoch keine Partydroge!
  • Konsumiere DMT nicht alleine! Nimm das DMT im Liegen in einer geschützten Atmosphäre und zusammen mit erfahrenen Freunden oder Freundinnen, denen du vertraust.
  • Dosiere erst einmal niedrig. Lege nicht gleich nach!
  • Verzichte auf leichtfertigen und unüberlegten Mischkonsum! Die Einnahme von DMT mit Alkohol und diversen Medikamenten kann zu äußerst unangenehmen Nebenwirkungen führen.
  • Personen mit hohem Blutdruck sollten kein DMT konsumieren.
  • Mach Konsumpausen. Nimm dir nach dem Konsum Zeit und Ruhe, um den Trip zu verarbeiten

GUT ZU WISSEN:

Geschluckt ist DMT nur in Verbindung mit MAO-Hemmern (Stoffe, die die Wirksamkeit von Serotonin, Adrenalin usw. aufrechterhalten) wirksam, z.B. mit Harmin. Beim psychoaktiv wirksamen Trank Ayahuasca handelt es sich um eine solche Kombination. Nach dem Konsum von MAO-Hemmern ist der Verzehr gewisser alltäglicher Lebensmittel wie Käse lebensgefährlich. Mehr Infos dazu findest du unter "Mischkonsum".

 
Strafrecht

DMT fällt unter die Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG). Besitz, Handel etc. sind strafbar.

Weitere Infos: Drogen und Strafrecht

DOM - DOI - DOB (Halluzinogen)

Beschreibung

Wirkung

Risiken und Nebenwirkungen

Safer - Use - Regeln

Beschreibung

Substanz:

  • DOM (2,5,-Dimethoxy-4-Methyl-Amphetamin), DOI (2,5,-Dimethoxy-4-Iod-Amphetamin) und DOB (2,5,-Dimethoxy-4-Brom-Amphetamin) sind halluzinogene Amphetamine

Erscheinungsformen:

  • Als Filze (Blotter) oder in flüssiger Form
  • DOM/DOI/DOB werden manchmal als "synthetisches Meskalin" verkauft; die für einen Meskalintrip erforderliche Dosis Meskalin findet aber unmöglich auf einem Filz Platz.

Konsumformen:

  • Geschluckt

Dosierung:

  • DOM: ca. 3-15 mg
  • DOI: ca. 1,5-3 mg
  • DOB: ca. 1-3 mg

Wirkung

Wirkung:

  • Sinneswahrnehmung und Gefühle sind gesteigert
  • Oft spürt man einen starken Bewegungsdrang
  • Bei DOB und DOI werden bei höheren Dosierungen farbige Muster wahrgenommen
  • Bei DOM sind die optischen Effekte eher subtil

Wirkungseintritt:

  • Nach ungefähr 1 Std.(!) erste Effekte
  • Nach ca. 3 Std. volle Rauschentfaltung

Wirkdauer:

  • DOM: ca. 10-20 Stunden
  • DOI: ca. 8-30 Stunden
  • DOB: ca. 12-30 Stunden

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen:

  • Aufgrund des späten Wirkungseintritts, ist die Gefahr einer Überdosierung durch Nachlegen besonders groß
  • Lange Wirkungsdauer kann Panikattacken auslösen
  • Verwirrung oder Angstzustände sind möglich
  • Brennen oder Druckgefühl in der Blase
  • Bei hohen Dosierungen kann es zu vorübergehenden Lähmungserscheinungen oder Schmerzunempfindlichkeit kommen (Achtung: Verletzungs- und Unfallgefahr)

Langzeitrisiken:

  • Bei häufigem Konsum besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit an psychischen Störungen (z.B. Schizophrenie) mit Symptomen wie Realitätsverlust und Wahnvorstellungen zu erkranken
  • DOM/DOI/DOB kann latente (verborgene) psychische Störungen auslösen

Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer die teils erheblichen, akuten und langfristigen Risiken in Kauf nimmt, sollte sich wenigstens mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen

Safer - Use - Regeln

Safer Use:

  • DOM/DOI/DOB sind nicht als Partydrogen geeignet und sollten nur von erfahrenen User/innen konsumiert werden.
  • Konsumiere DOM/DOI/DOB nie allein und nur, wenn du dich psychisch und physisch sehr gut fühlst und gut ausgeschlafen bist!
  • Auf Set und Setting achten. Nimm DOM/DOI/DOB nur an einem Ort, wo du dich sicher fühlst, und vermeide unerwünschte Störungen von außen! Bereite dich gut auf den Trip vor und stell dich innerlich auf die lange Wirkdauer ein.
  • Trinke während des Trips genug Wasser.
  • Mischkonsum solltest du bei diesen potenten Substanzen unbedingt vermeiden.
  • Als Amphetaminderivate und wegen der langen Wirkdauer können DOM/DOI/DOB auszehrend wirken. Leichte vitaminreiche Kost, Früchte, Gemüsesäfte, Vitamine und Mineralstoffe fördern nach dem Ausklingen des Trips eine sanfte Landung und können einen Hangover verhindern.
  • Plane nach dem Trip genug Zeit zur Erholung ein (mindestens 1 Tag)!

Ein Trip mit DOM/DOI/DOB sollte ein Ausnahmeerlebnis bleiben. Unbedingt lange Konsumpausen einlegen, damit das Erlebte auch verarbeitet werden kann.

Ecstasy / XTC /MDMA (Stimulans)

Beschreibung

Wirkung

Risiken und Nebenwirkungen

Safer - Use - Regeln

Strafrecht

Beschreibung

Substanz:

  • Ursprüngliche Bezeichnung für MDMA (Methylen-Dioxy-Methyl-Amphetamin)
  • Ecstasy/ XTC ist heute die Szenebezeichnung für eine Reihe von Amphetaminderivaten
  • Amphetaminderivate sind Moleküle, die durch kleine Änderungen der chemischen Struktur, von Amphetamin (Speed) abweichen

Erscheinungsform:

  • Üblicherweise als Pille in unterschiedlichen Größen, Formen, Farben und Prägungen
  • Seltener in Kapseln oder reines MDMA in kristalliner Form

Konsumformen:

  • in Form von Tabletten oder Kapseln geschluckt
  • seltener ist Schnupfen von zerriebenen Ecstasy-Tabletten bzw. MDMA-Kristallen

Dosierung:

  • 1,5 mg MDMA pro kg Körpergewicht für Männer, max. 1,3 mg pro kg Körpergewicht für Frauen.

Wirkung

Wirkung:

  • MDMA bewirkt vor allem eine vermehrte Freisetzung des Neurotransmitters Serotonin
  • Euphorie, Glückseligkeit, erhöhte Empathiefähigkeit, Gefühlsintensivierung
  • Abbau von Ängsten und Hemmungen
  • Intensivierung von Wahrnehmung (Musik, Licht)
  • Gesteigerte Bewegungs- und Tanzlust (trance-ähnlicher Zustand)
  • Schwitzen, Pupillenerweiterung, Beschleunigung des Herzschlags
  • Verringertes Hunger – und Durstgefühl
  • Erhöhte Wachheit und Aufmerksamkeit

Wirkungseintritt:

  • nach 20 bis 60 Minuten

Wirkungsdauer:

  • 2 bis 6 Stunden

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen:

  • Schwindel, Übelkeit, Brechreiz, innere Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten
  • Schlafstörungen, Erschöpfung, Erhöhung der Körpertemperatur, Überhitzen
  • Muskelzittern und Kieferkrämpfe
  • Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen
  • Ecstasy kann Asthmaanfälle und epileptische Anfälle auslösen!

Langzeitrisiken:

  • Anhaltende Müdigkeit, Erschöpfung
  • Magenprobleme, Leber- und Nierenschäden
  • langfristige Konzentrationsschwächen
  • Veränderung des Serotoninsystems (massive Ausschüttung von Serotonin und verlangsamte Neuproduktion im Gehirn führt zu Müdigkeit, Erschöpfung und Depressionen)

Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer die teils erheblichen, akuten und langfristigen Risiken in Kauf nimmt, sollte sich wenigstens mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen

Safer - Use - Regeln

Safer Use:

  • Wenn du sichergehen willst, dass deine Pillen tatsächlich Ecstasy enthalten, solltest du sie chemisch analysieren lassen. Falls das nicht möglich ist, teste zuerst eine halbe Pille an.
  • Lege nicht gleich nach, warte zuerst zwei Stunden auf den Wirkungseintritt.
  • Vermeide Mischkonsum mit anderen Substanzen.
  • Verzichte auf Alkohol und trinke ausreichend alkoholfreie Getränke.
  • Lege auf Parties Tanzpausen ein und gehe an die frische Luft.
  • Verzichte auf Kopfbedeckungen (Gefahr der Überhitzung!).
  • Akzeptiere, wenn die Wirkung zu Ende geht. "Nachlegen" kann zu einer unangenehmen Verwirrtheit führen und erhöht die Toxizität (Giftigkeit) von MDMA.
  • Lass dir Zeit, dich zu erholen, und mache regelmäßig Konsumpausen (mindestens 4-6 Wochen).
  • Personen mit Bluthochdruck, Herzproblemen, Schilddrüsenüberfunktion, Leber- und Nierenerkrankungen oder Kreislaufproblemen sollten kein MDMA nehmen!
  • Еs besteht die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit.

Strafrecht

Ecstasy fällt unter die Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG). Besitz, Handel etc. sind strafbar.

Weitere Infos: Drogen und Strafrecht

GHB / GBL - Liquid Ecstasy (Sedativum)

Beschreibung

Wirkung

Risiken und Nebenwirkungen

Safer - Use - Regeln

Strafrecht

Beschreibung

Substanz:

  • GHB ist ein Stoffwechselprodukt des körpereigenen Botenstoffs GABA (Gamma-Aminobuttersäure)
  • Regelt im Gehirn unter anderem die Wach-/ Schlafzustände und stimuliert Wachstumshormone
  • GBL (Gamma-Butyrolacton) und 1,4-Butandiol sind GHB-Vorläufersubstanzen, d.h. sie können vom Körper in GHB umgewandelt werden
  • Auch bekannt als O.-Tropfen

Erscheinungsform:

  • GHB: Pulver, in der Regel flüssig als Lösung, da das Pulver Feuchtigkeit anzieht
  • GBL: flüssig

Konsumform:

  • Meist wird die Flüssigkeit mit Getränken vermischt getrunken

Dosierung:

  • GHB 1-2,5g (entspricht in der Regel 2-5 ml flüssigem GHB)
  • GBL 1-2 ml.
  • abhängig vom Verdünnungsgrad und bei GBL noch heikler als bei GHB, da nicht jeder Körper gleich schnell und gleich viel umwandelt
  • Im Zweifelsfall gilt: Weniger ist mehr!

Wirkung

Wirkung:

  • Extrem dosisabhängig und individuell sehr verschieden
  • Bei niedriger Dosierung: stimulierend, stimmungshebend, enthemmend, wahrnehmungsintensivierend, erhöhter Rededrang
  • Bei hoher Dosierung: leichter Schwindel, Schläfrigkeit, Bewusstlosigkeit bis hin zum Koma

Wirkungseintritt:

  • nach ca. 10 – 15 Minuten nach der oralen Einnahme

Wirkungsdauer:

  • zwischen 2 und 3 Stunden

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen:

  • Benommenheit
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Verwirrtheit, Orientierungslosigkeit
  • Schläfrigkeit, Bewusstlosigkeit, komatöse Zustände
  • Atemnot
  • Gedächtnisstörungen, Erinnerungsverlust („Filmriss“)
  • Kopfschmerzen
  • Epileptische Anfälle
  • Krämpfe

Langzeitrisiken:

  • Schlafstörungen
  • Ängstlichkeit
  • regelmäßiger Konsum kann zu einer Abhängigkeit mit psychischen und körperlichen Entzugssymptomen führen
  • bei einem längeren Konsum, der mehrfach täglich erfolgt, kann das plötzliche Absetzen zu massiven Entzugserscheinungen führen
  • Entzug kann bis zu 3 Wochen dauern

Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer die teils erheblichen, akuten und langfristigen Risiken in Kauf nimmt, sollte sich wenigstens mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen

Safer - Use - Regeln

Safer Use:

  • Wenn dir GHB/GBL angeboten wird, erkundige dich nach der Herkunft der Substanz und der Dosierung.
  • Dosiere vorsichtig! Auch wenn GHB/GBL (noch) nicht wirkt, lege nicht gleich nach - und wenn doch, dann nur eine geringe Dosis. Oft führt erst das Nachlegen zu Überdosierungen.
  • Verzichte auf den Konsum von GHB/GBL, wenn du alleine bist.
  • Verzichte bei GHB/GBL auf Mischkonsum jeglicher Art, vor allem mit Alkohol!
  • Wenn du auf GHB/GBL Sex hast, beachte die Safer-Sex-Regeln. Lege Kondome etc. schon vor dem Konsum bereit.
  • Personen mit Epilepsie, Herz- oder Nierenfunktionsstörungen sollten auf keinen Fall GHB/GBL konsumieren!
  • Ein GHB-/GBL-Entzug sollte nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.

Strafrecht

GHB/ GBL fällt unter die Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG). Besitz, Handel etc. sind strafbar.

Weitere Infos: Drogen und Strafrecht

Heroin (Analgetikum)

Beschreibung

Wirkung

Risiken und Nebenwirkungen

Safer - Use - Regeln

Strafrecht

Beschreibung

Substanz :

  • chemische Bezeichnung: Diacetylmorphin
  • aus Rohopium hergestellt, einer Substanz, die aus dem Schlafmohn gewonnen wird
  • gehört zur Gruppe der Opioide

Erscheinungsformen:

  • weißes, cremefarbenes, graues oder bräunliches Pulver

Konsumformen:

  • meist intravenös gespritzt
  • kann auch geraucht oder geschnupft werden

Dosierung:

  • abhängig von der individuellen Toleranz gegenüber Heroin
  • tödliche Dosis kann bereits bei 60mg (!!!) liegen

Wirkung

Wirkung:

  • schmerzlindernd, ausgleichend-beruhigend, angstlösend, euphorisierend
  • zu Beginn, euphorischer „Flash“ darauf folgt ein Zustand des Wohlbefindens, mit dem Gefühl von Gleichgültigkeit, Gelassenheit, Unbeschwertheit und Zufriedenheit

Wirkungseintritt:

  • gespritzt: ca. 10 sec.
  • geraucht/ geschnupft: nach wenigen Minuten

Wirkungsdauer:

  • 2 – 5 Stunden → je nach Dosis und Qualität das Stoffs

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen:

  • Verlangsamung der Atmung, Übelkeit, Erbrechen, Juckreiz, Blutdruckabfall, Pulsverlangsamung, Pupillenverengung, Harnverhaltung
  • bei regelmäßigem Konsum: Verwirrung, Desorientierung, Erinnerungslücken, undeutliche und verwaschene Sprache sowie Koordinationsstörungen, extreme Verstopfung, Verringerung der sexuellen Lust und eine potentiell lebensbedrohliche Reduktion der Atemfrequenz auf 2-4 Atemzüge pro Minute (durch die Dämpfung des Husten- und Atemzentrums)

Eine Überdosis Heroin ist tödlich, falls nicht sofort ärztliche Hilfe geholt wird!

Langzeitrisiken:

  • große Gefahr einer Abhängigkeit mit psychischen und körperlichen Symptomen
  • Sobald sich eine Toleranz entwickelt hat und dem Körper nicht die notwendige Substanzmenge zugeführt wird, treten 8-12 Stunden nach der letzten Heroineinnahme körperliche Entzugserscheinungen ein
  • Entzugssymptome sind: Schweißausbrüche und Kälteschauer, Augen- und Nasenrinnen, Erbrechen, Durchfall, Unruhe, Gereiztheit, Schwäche, Angst, depressive Zustände, schmerzhafte Krämpfe, Schlaflosigkeit und seltener auch Halluzinationen, psychotische Phasen und Krampfanfälle

Spezifische Risiken nach Konsumform:

  • Sniffen: Schädigung der Nasenscheidewände und Schleimhäute
  • Rauchen: Schädigung von Bronchien und Lunge (die Lunge verklebt bei täglichem Konsum)
  • Spritzen: Venenentzündungen und Gefahr von Infektionskrankheiten (Hepatitis C, HIV/AIDS, Pilze)
  • Durch die Verunreinigungen im Heroin können Organschädigungen auftreten

Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer die teils erheblichen, akuten und langfristigen Risiken in Kauf nimmt, sollte sich wenigstens mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen

Safer - Use - Regeln

Safer Use:

  • Verwende immer eigenes, sauberes und neues Spritzbesteck (Nadeln, Filter, Löffel).
  • Beachte beim Sniffen die Safer-Sniffing-Regeln.
  • Vermeide den Mischkonsum mit anderen Substanzen, da sonst die Wirkung unkalkulierbar wird und die Risiken steigen! Beachte, dass die Kombination mit anderen Downern (z.B. Benzodiazepine) zu einem Atemstillstand führen kann.
  • Die Gefahr einer Überdosierung ist nach längeren Phasen des Nicht-Konsums und bei extrem "reinem Stoff" besonders hoch.
  • Konsumiere in ruhiger Umgebung und nicht alleine.

Strafrecht

Heroin fällt unter die Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG). Besitz, Handel etc. sind strafbar.

Weitere Infos: Drogen und Strafrecht

Ketamin (Narkotikum)

Beschreibung

Wirkung

Risiken und Nebenwirkungen

Safer - Use - Regeln

Strafrecht

Beschreibung

Substanz:

  • Ketamin (Ketaminhydrochlorid) ist ein Narkosemittel.

Erscheinungsformen:

  • flüssig als Lösung
  • weisses, kristallines Pulver (K+K = Mischung aus Ketamin und Kokain)

Konsumformen:

  • geschnupft
  • geschluckt
  • gespritzt (intramuskulär)

Dosierung:

  • 50-150 mg geschnupft
  • 250-400 mg geschluckt
  • 70-120 mg intramuskulär gespritzt

Wirkung

Wirkung:

  • partielle oder vollständige Schmerzunempfindlichkeit
  • Koordinationsstörungen, bruchstückhafte Auflösung der Umwelt und des Körperempfindens
  • Kommunikationsstörungen, Gedanken können abreißen, Gefühle der Schwerelosigkeit oder des Schwebens können auftauchen
  • bei hoher Dosis: Gefühl der kompletten Loslösung vom eigenen Körper oder Verschmelzen mit der Umgebung sowie Unfähigkeit, sich zu bewegen und zu kommunizieren
  • nach dem Trip: Benommenheit, Erinnerung an das Erlebte ist oft nur teilweise möglich

Wirkungseintritt:

  • geschnupft nach 5-10 Min.
  • geschluckt nach 15-20 Min.
  • intramuskulär innerhalb von 2-5 Min.

Wirkungsdauer:

  • je nach Dosis und Konsumform 30 Min. bis 3 Std.

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen:

  • Schwächeempfinden, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, unkoordinierte Muskelbewegungen, Schwindel, verwaschene Sprache
  • erhöhter Puls und Blutdruck sowie Herzrhythmusstörungen (belastet das Herz-Kreislaufsystem)
  • bei hohen Dosen Muskelsteifheit, Lähmungserscheinungen und Narkose
  • bei sehr hohen Dosen epileptische Anfälle und Koma
  • User/innen berichten von Nahtoderfahrungen, Alptraum-Halluzinationen, Tunnel-Visionen, Blackouts und kurzen Phasen von Gedächtnisverlust
  • bei mehrmaligem Konsum innerhalb kurzer Zeit lässt die Ketaminwirkung beträchtlich nach (Bildung einer Toleranz!)

Langzeitrisiken:

  • kann Abhängigkeit verursachen, mit psychischen Symptomen
  • chronischer Gebrauch kann zu depressiven Verstimmungen und Ängstlichkeit führen
  • man vermutet, dass Ketamin schon in geringen Dosen Funktionsstörungen in Gebieten des Gehirns auslösen kann (Gedächtnis, Lernen, Wahrnehmung)
  • Je öfter es konsumiert wird und je grösser die einzelnen Dosen sind, desto bedenklicher werden diese Störungen!

Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer die teils erheblichen, akuten und langfristigen Risiken in Kauf nimmt, sollte sich wenigstens mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen

Safer - Use - Regeln

Safer Use:

  • Ketamin ist keine Partydroge! Nimm Ketamin nicht allein und achte auf eine möglichst vertraute und angenehme Umgebung. Plane genügend Zeit ein, um danach den Trip in Ruhe verarbeiten zu können.
  • Dosiere niedrig. Je geringer die Dosis, desto besser die Wirkung!
  • Lege regelmäßig Konsumpausen ein.
  • Du brauchst einen bequemen Platz zum Sitzen oder Liegen, denn bei hoher Dosierung ist die Gefahr groß, zusammenzusacken oder in Ohnmacht zu fallen.
  • Wegen der Schmerzunempfindlichkeit kannst du dich verletzen und es nicht bemerken.
  • Unter Ketamineinfluss solltest du nicht baden (Gefahr des Ertrinkens!).
  • Nimm Ketamin nicht auf vollen Magen.
  • Verzichte auf Mischkonsum. Bei Kombination mit Alkohol, Benzodiazepinen oder Opiaten besteht Gefahr von Atemstillstand! Die Kombination mit Kokain führt zu starkem Blutdruckanstieg, Steigerung der Herzfrequenz und Kurzatmigkeit.
  • Personen mit Herz-Kreislaufbeschwerden, Bluthochdruck oder Grünem Star sollten auf den Konsum von Ketamin unbedingt verzichten!

Strafrecht

Ketamin fällt unter die Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG). Besitz, Handel etc. sind strafbar.

Weitere Infos: Drogen und Strafrecht

Kokain - Crack / Freebase (Stimulans)

Beschreibung

Wirkung

Risiken und Nebenwirkungen

Safer - Use - Regeln

Strafrecht

Beschreibung

Substanz:

  • Bei Schwarzmarktkokain handelt es sich in der Regel um Kokain-Hydrochlorid
  • Wird mittels chemischer Prozesse aus den Blättern der Coca-Pflanze gewonnen
  • Ist wasserlöslich
  • Beeinflusst im Gehirn die Systeme die für die Botenstoffe Dopamin (Belohnungssystem) und Noradrenalin (Leistungssystem) zuständig sind

Erscheinungsformen:

  • weisses oder gelbliches, kristallines, bitter schmeckendes Pulver oder Stein
  • wird gestreckt mit Milchpulver, Zucker, Koffein, Amphetamin oder Medikamente (z.B. Phenacetin, Lidocain, Levamisol, Paracetamol)
  • Crack: durch Erhitzung mit einem bestimmten Backpulver wird Kokain in seine basische Form verwandelt. Es entstehen kleine, kristalline Steinchen („Rocks“)
  • Freebase: durch Zusatz von Ammoniak wird die Hydrochloridbinung aus dem Kokainsalz herausgelöst, dann getrocknet. Nach dem trocknen entstehen Kristalle

Konsumformen:

  • Schnupfen („ziehen einer Line“) ist die übliche Art, Kokain zu konsumieren.
  • Freebase: entstandene Kristalle werden indirekt erhitzt und die entstehenden Dämpfe inhaliert („Folie rauchen“)
  • Crack: kleine, kristalline Steinchen werden in einer speziellen Pfeife geraucht
  • Spritzen, ist die schnellste Form das Kokain in den Blutkreislauf zu bringen

Dosierung:

  • aufgrund diverser Streckmittel variiert der Wirkstoffgehalt sehr stark (Straßenkokain besteht bis zu 90% aus Streckmitteln)
  • mittlere Dosis geschnupft: 50-100 mg (bei Dauer-User/innen bis zu 300 mg)
  • geraucht: 50–350 mg
  • gespritzt: 70–150 mg

Wirkung

Wirkung:

  • Starke Euphorie
  • Gefühl, unschlagbar sein
  • Steigerung der Sinneswahrnehmung
  • Starke geistige Stimulation, Wachsamkeit
  • Deutlich sexuelle Stimulation
  • Gefühl geistiger und körperlicher Frische (Energiegeladen)
  • Starke und Rede- und Mitteilungsdrang

Beim Runterkommen:

  • Erschöpfung, depressive Verstimmungen
  • Orientierungslosigkeit
  • Gefühle von Bedrängung und Verfolgung
  • Angstgefühle und ein starker Drang zur Wiedereinnahme ("Craving").

Wirkungseintritt:

  • geschnupft nach 2-3 Minuten
  • geraucht oder gespritzt schon nach einigen Sekunden

Wirkungsdauer:

  • geschnupft 30–90 Minuten
  • geraucht oder gespritzt 5-20 Minuten

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen:

  • Starker Anstieg von Pulsfrequenz und Blutdruck
  • Anstieg der Körpertemperatur; gleichzeitig wird die Blutzufuhr in Arme und Beine beeinträchtigt (kalte Füße und Hände)
  • Glänzende Augen, große Pupillen
  • Trockenen Schleimhäute
  • Zunahme verschiedener Reflexe
  • Koordinationsstörungen

Langzeitrisiken:

  • Abhängigkeit mit psychischen Symptomen, "Craving" (unwiderstehliche und unkontrollierbare Lust auf Konsum)
  • Angststörungen, Persönlichkeitsveränderung, Depression, Kokainpsychose mit paranoiden Wahnzuständen und Halluzinationen
  • Veränderung der Denkabläufe, bleibende Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der intellektuellen Fähigkeiten
  • chronische, nur schwer heilende Entzündungen und Schäden der Nasenschleimhaut und Nasenscheidewand
  • Schäden an Herz, Leber, Nieren, Lunge, Haut, Blutgefässen und Zähnen, Schwächung des Körperabwehrsystems

Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer die teils erheblichen, akuten und langfristigen Risiken in Kauf nimmt, sollte sich wenigstens mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen

Safer - Use - Regeln

Safer Use:

  • Achtung, es besteht eine massive psychische Abhängigkeitsgefahr! Lege Konsumpausen ein, auch (vor allem!) wenn es dir schwer fällt.
  • Ritualisiere deinen Konsum. Nimm Kokain - wenn schon - nur zu besonderen Gelegenheiten.
  • Dosiere niedrig und vermeide häufiges Nachlegen!
  • Achte darauf genug zu trinken. Keinen Alkohol!!! (Gefahr einer Alkoholvergiftung und Erhöhung des Aggressionspotentials!)
  • Iss vor und nach dem Konsum gut und gesund und konsumiere nicht auf leeren Magen.
  • Beachte die Safer-Sniffing- und Safer-Sex-Regeln.
  • Personen mit Vorerkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems, Asthma, Erkrankungen der Leber und mit Schilddrüsenüberfunktion sollten kein Kokain konsumieren.
  • EpileptikerInnen sollten auf Kokain verzichten (Gefahr von Krämpfen).
  • Bei intravenösem Konsum: kein gemeinsamer Spritzengebrauch (Link zu i.v. Gebrauch)

Strafrecht

Kokain fällt unter die Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG). Besitz, Handel etc. sind strafbar.

Weitere Infos: Drogen und Strafrecht

Kräuter-mischungen (Sedativa)

Beschreibung

Wirkung

Risiken und Nebenwirkungen

Safer - Use - Regeln

Strafrecht

Beschreibung

Substanz:

  • Wirkstoffe stammen ursprünglich aus der pharmalogischen Forschung und werden „Research Chemicals“ genannt
  • Synthetisch hergestellte psychoaktive Substanzen
  • Molekulare Struktur ist ähnlich denen bereits bekannter (illegaler) Substanzen und zeigen dem entsprechend vergleichbare Wirkungen auf
  • „Research Chemicals“ werden häufig als legaler Ersatz für illegalisierte Drogen vermarktet und konsumiert
  • Werden auf eine Trägersubstanz (z.B. Pflanzenteile) aufgetragen und ähnlich wie Cannabis geraucht, verdampft oder (selten) gegessen
  • Synthetische Cannabinoide sind im Blut und Urin nachweisbar, dies ist jedoch mit einem großen Aufwand verbunden und wird deshalb nur in best. Fällen getestet (z.B. Bewährungshilfe, Führerscheinstelle…)

Erscheinungsformen:

  • Kleine Tütchen mit Aufschriften wie Bonsai, Lawa, DJ, Spice (…)
  • Pflanzenteile als Trägersubstanz für den Wirkstoff (Kräuter)

Konsumformen:

Rauchen:

  • werden wie Cannabis mit Tabak vermischt (Joints) oder in speziellen Wasserpfeifen (Bongs) geraucht

Essen/ Trinken:

  • weniger verbreitet
  • werden in Form von Tee oder Plätzchen konsumiert

Dosierung:

  • die Dosierung sollte deutlich niedriger sein als bei Cannabis, da die Wirkung i. d. R. ca. 4mal so stark ist

Wirkung

Wirkung:

  • Intensivierung von Sinneseindrücken (Musik, Bilder)
  • Verstärkung der aktuellen Gefühlslage
  • Dämpfung der Körperwahrnehmung
  • Verändertes Zeitgefühl
  • bei hohen Dosen: Halluzinationen möglich

Wirkungseintritt:

  • Rauchen: bereits nach wenigen Sekunden
  • Essen/ Trinken: erst nach 30 – 60 Minuten

Wirkungsdauer:

  • Rauchen: zwischen 30 Minuten und 4 Stunden
  • Essen/ Trinekn: 4 – 8 Stunden

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen:

  • Kopfschmerzen
  • Schweißausbrüche
  • Herzrasen
  • Kreislaufbeschwerden
  • Halluzinationen
  • Panikattacken/ Psychotische Erlebnisse
  • Bewusstlosigkeit/ Filmrisse
  • Starke Abhängigkeitsentwicklung mit körperlichen Entzugserscheinungen

Langzeitrisiken:

Im Hinblick auf gesundheitliche Risiken und Langzeitrisiken noch meist unerforscht!

ACHTUNG!

Nach dem Konsum von Kräutermischungen gab es bereits mehrere Fälle von Überdosierung mit Todesfolge.

Die Vermutung liegt nahe, dass bestimmte zugesetzte Wirkstoffe das Herz-Kreislauf-System bis hin zum Herzversagen belasten können.

Da man jedoch nicht weiss, welcher Wirkstoff aktuell in welchen Mischungen enthalten ist, ist besondere Vorsicht geboten.

Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer die teils erheblichen, akuten und langfristigen Risiken in Kauf nimmt, sollte sich wenigstens mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen

Safer - Use - Regeln

Safer Use:

  • Kräutermischungen wirken sehr stark! Verzichte dringend auf Mischkonsum!
  • Teste dich langsam an „deine“ Dosis ran! Gleiche Marken können von Päckchen zu Päckchen einen unterschiedlichen Wirkstoffgehalt enthalten.
  • Der Wirkstoffgehalt kann auch in einem Tütchen variieren! Oft ist die Wirkstoffkonzentration im restlichen Staub wesentlich höher als bei einer frisch angefangenen Packung.
  • Dosiere Kräutermischungen deutlich niedriger als Cannabis! Sie wirken i.d.R. ca. 4mal so stark wie Marijuana/Haschisch. Vom Konsum durch eine Bong ist daher dringend abzuraten.
  • Rauche nach Möglichkeit nie alleine! Im Notfall sollte jemand in der Lage sein, Hilfe holen zu können.
  • Bei regelmäßigem Konsum, solltest Du Konsumpausen einplanen und diese einhalten!
  • Bei Unwohlsein: Kopf, Nacken und Unterarme kühlen, frische Luft, Vitamin C zu sich nehmen

Vaporizer und Aktivkohlefilter reduzieren die Aufnahme krebserregender Stoffe und das Risiko von Atemwegserkrankungen. Der Rauch von Kräutermischungen enthält z.T. nicht erforschte und somit unberechenbare Giftstoffe.

Strafrecht

  • Die wenigsten Kräutermischungen/ Research Chemicals unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz.
  • Bisher wurden 31 verschiedene Wirkstoffe ins BtmG aufgenommen (Stand Juli 2013).
  • Jedes Jahr werden zwischen 40 und 80 neue Research Chemicals entdeckt.
  • Gesetzgeber reagiert auf die steigende Verbreitung v.a. mit Verbotsstrategien.
  • Diese Gesetzmodifikationen lassen sich jedoch von den Herstellern relativ leicht umgehen, indem sie neue, noch nicht verbotene, chemische Strukturen auf den Markt bringen.

Somit gibt es derzeit keine rechtliche Grundlage, den Besitz oder den Handel mit Kräutermischungen, die nicht im BtmG aufgeführt sind, zu ahnden.

ABER:

 In der Praxis werden Kräutermischungen bei Personenkontrollen von der Polizei beschlagnahmt und gegebenenfalls auf ihre Inhaltsstoffe und eine eventuelle Illegalität hin analysiert.

Lachgas / Butan (Dissoziativa)

Beschreibung

Wirkung

Risiken und Nebenwirkungen

Safer - Use - Regeln

Beschreibung

Substanz:

  • Lachgas (Distickstoffmonoxid) ist ein synthetisches Narkotikum und gehört zu den dissoziativen Drogen.

Erscheinungsformen:

  • Farb- und geruchloses Gas

Konsumformen:

  • Meist aus Luftballons oder ähnlichem inhaliert

Wirkung

Wirkung:

  • Entspannung, Euphorie
  • Optische und akustische Wahrnehmungsveränderungen
  • Verlust des Zeitgefühls
  • Schmerzstillend

Wirkungseintritt:

  • Einige Sekunden nach der Einnahme

Wirkungsdauer:

  • 30 Sek. - 4 Min.

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen:

  • Leichte Übelkeit, Kopfschmerzen
  • Bei exzessivem und unsachgemäßem Konsum Bewusstlosigkeit
  • Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen, schlimmstenfalls Tod durch Atemlähmung
  • Erstickungsgefahr bei ungenügender Sauerstoffzufuhr
  • erhöhte Verletzungsgefahr durch Stürze beim "Wegtreten"

Langzeitnebenwirkungen:

  • Belastet das Nervensystem und führt zu einem Mangel an Vitamin B12 (Gefahr gestörter Zellfunktion und temporärer Unfruchtbarkeit)
  • Abhängigkeit mit psychischen Symptomen ist möglich

Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer die teils erheblichen, akuten und langfristigen Risiken in Kauf nimmt, sollte sich wenigstens mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen

Safer - Use - Regeln

Safer Use:

  • Inhaliere Lachgas nie direkt aus der Kapsel oder Gasflasche (Erfrierungsgefahr im Kehlkopf und den Bronchien!)
  • WICHTIG! Auf ausreichende Sauerstoffzufuhr achten.
  • Vermeide Mischkonsum

Menschen mit Atemwegs- (z.B. Asthma, Bronchitis) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist der Konsum von Lachgas dringend abzuraten

LSD (Halluzinogen)

Beschreibung

Wirkung

Risiken und Nebenwirkungen

Safer - Use - Regeln

Strafrecht

Beschreibung

Substanz:

  • LSD (Lysergsäurediethylamid) ist eine halluzinogene Substanz
  • 1943 von Albert Hofmann entdeckt
  • Wurde bis zu ihrem weltweiten Verbot als psychotherapeutisches Hilfsmittel eingesetzt

Erscheinungsformen:

  • Flüssig
  • meist in Form von Papiertrips (Löschpapier, "Pappe")
  • Mikrotabletten aus Gelatine ("Micros"; meist höher dosiert)

Konsumformen:

  • Geschluckt

Dosierung:

  • 50–200 Mikrogramm (=0.05–0.2 mg)
  • Dosen von 250–500 Mikrogramm erzeugen höchst intensive psychedelische Erlebnisse (sollten nur von sehr erfahrenen User/innen verwendet werden)

Wirkung

Wirkung:

  • LSD-Wirkung ist sehr stark von Dosis, Set und Setting abhängig
  • intensiviert und verfremdet LSD deine Sinneswahrnehmungen und dein Raum-Zeit-Empfinden
  • Stimmung und Gefühle können sich abrupt verändern
  • Bei höheren Dosierungen kann es zur Loslösung vom eigenen Körper und/oder Ich-Auflösung kommen
  • leichte Atembeschwerden, Herzrasen, Schweißausbrüche, veränderter Blutdruck und Übelkeit können auftreten (besonders in der Anfangsphase des Trips)

Wirkungseintritt:

  • nach 30-60 Minuten

Wirkungsdauer:

  • 8-12 Stunden

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen:

  • liegen eindeutig im psychischen Bereich und sind von der Persönlichkeitsstruktur der UserInnen abhängig
  • Wahrnehmungsveränderungen auf einem Trip können so intensiv sein, dass vor allem unerfahrene UserInnen sich von der Flut von Eindrücken überfordert fühlen können
  • bei Nichtbeachtung der Regeln betreffend Set und Setting kann es zu Fehlreaktionen, Orientierungsverlust, Panik, Paranoia und "Horrortrips" kommen

Langzeitrisiken:

  • auch bei einmaligem Konsum besteht die Gefahr, dass latente (verborgene) psychische Störungen ausgelöst werden können
  • LSD führt weder zu Organschäden noch zu Erbgutveränderungen und macht nicht körperlich abhängig

Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer die teils erheblichen, akuten und langfristigen Risiken in Kauf nimmt, sollte sich wenigstens mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen

Safer - Use - Regeln

Safer Use:

  • Konsumiere LSD nur gut vorbereitet in einem Umfeld ein, in dem du dich wohl fühlst, und nur zusammen mit erfahrenen FreundInnen (günstiges Setting).
  • Konsumiere LSD nur, wenn du dich seelisch und körperlich wohl fühlst (günstiges Set).
  • Du solltest keine Angst, aber genug Respekt vor der LSD-Wirkung haben.
  • Konsumiere LSD nicht auf vollen Magen, aber iss etwas Leichtes zuvor.
  • Nimm LSD nicht auf vollen Magen, aber iss etwas Leichtes zuvor.
  • Dosiere niedrig. Wirf nicht nach, wenn es nicht gleich wirkt! (Wirkungseintritt 30-60 Min.)
  • Lass dich während des Trips gehen, versuch nicht gegen die LSD-Wirkung anzukämpfen.
  • Bei Kreislaufbeschwerden kann Traubenzucker helfen.
  • Dein Orientierungsvermögen kann gestört sein, meide Straßen und „gefährliche“ Orte.
  • Gönne dir zumindest am Tag nach dem Trip viel Ruhe und Erholung, um die Erfahrung verarbeiten zu können.
  • LSD – Trips sollten eine Ausnahmeerlebnisse bleiben (auf keinen Fall öfter als 1mal im Monat!).
  • Personen mit psychischen Problemen oder Erkrankungen, Personen, die Neuroleptika* nehmen müssen, sowie Personen mit Kreislauf- und Herzproblemen sollten auf den Konsum von LSD verzichten.

*Neuroleptika sind Medikamente, die vor allem zur Behandlung von psychischen Störungen     eingesetzt werden; bekannte Markennamen sind z.B. Haldol, Leponex oder Zyprexa.

Strafrecht

LSD fällt unter die Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG). Besitz, Handel etc. sind strafbar.

Weitere Infos: Drogen und Strafrecht

MDA-MDEA-MBDB (Entaktogene)

Beschreibung

Wirkung

Risiken und Nebenwirkungen

Safer - Use - Regeln

Strafrecht

Beschreibung

Substanz:

Diese drei Stoffe sind eng mit MDMA verwandt. Sie unterscheiden sich von MDMA und voneinander vor allem dadurch, wie gut eigene Gefühle wahrgenommen werden (entaktogene Wirkung), wie stark einfühlende Zustände (empathische Wirkung) und halluzinogene Effekte auftreten.

  • Alle drei sind synthetische Amphetaminderivate
  • MDA (3,4-Methylendioxyamphetamin, auch: 1-[1-3-Benzodioxol-5-yl]-2-proponamin)
  • MDEA (EVE)(3,4-Methylendioxyethylamphetamin)
  • MBDB (EDEN)(N-Methyl-1-2-butanamin)

Erscheinungsformen:

  • MDA: zusammen mit MDMA kommt es ab und zu in Ecstasy-Pillen vor, seltener in reiner Form.
  • MDEA: kommt selten zusammen mit MDMA in Ecstasy-Pillen vor.
  • MBDB: ebenfalls als Pille

Konsumformen:

  • Alle drei Substanzen werden geschluckt.

Dosierung:

  • MDA: 1,3 mg pro kg Körpergewicht (1,3 mg x 80 kg = 100 mg)
  • MDEA: 1,3 mg pro kg Körpergewicht (1,3 mg x 80 kg = 100 mg)
  • MBDB: 1,5 mg pro kg Körpergewicht (1,5 mg x 80 kg = 120 mg)

Wirkung

Wirkung:

  • MDA: Härter und stärker, weniger "magisch" als MDMA, wirkt zudem leicht halluzinogen.
  • MDEA: Ähnlich wie Ecstasy, jedoch ohne einfühlende Wirkung und weniger euphorisierend, dafür berauschender; man fühlt sich eher "breit". Bei hohen Dosen sind Halluzinationen möglich (MDEA wird im Körper zu MDA).
  • MBDB: Steigert die Wahrnehmung der eigenen Gefühle, hat keine antriebssteigernde Wirkung (eher keine Partydroge), etwas weniger warm und euphorisch als MDMA.

Wirkungseintritt:

  • MDA: nach 30-45 Minuten
  • MDEA: nach 30-45 Minuten
  • MBDB: nach 30-60 Minuten

Wirkungsdauer:

  • MDA: 8-12 Stunden
  • MDEA: 4-6 Stunden
  • MBDB: 4-5 Stunden

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen:

  • MDA/MDEA/MBDB: Übelkeit bis Brechreiz, Mundtrockenheit, Verkrampfung der Kiefermuskulatur, Schweißausbrüche, Koordinationsstörungen, Schlafstörungen und Zittern

Langzeitrisiken:

  • MDA/MDEA/MBDB: Sind sowohl neurotoxisch als auch hepatotoxisch (leberschädigend), bei regelmäßigem Konsum kann es zu schizophrenieähnlichen Symptomen kommen.

Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer die teils erheblichen, akuten und langfristigen Risiken in Kauf nimmt, sollte sich wenigstens mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen

Safer - Use - Regeln

Safer Use:

  • Teste zuerst eine halbe Pille an.
  • Leg nicht gleich nach, warte zuerst zwei Stunden auf den Wirkungseintritt.
  • Nachlegen bei MDA ist sinnlos, da es schon in geringen Dosen lange wirkt.
  • Verzichte auf Mischkonsum.
  • Verzichte auf Alkohol, trinke ausreichend alkoholfreie Getränke (3-5 dl pro Stunde).
  • Lege an Parties Tanzpausen ein und geh zwischendurch an die frische Luft.
  • Lass dir Zeit, um dich zu erholen, mache regelmäßig Konsumpausen.

Falls du Medikamente nehmen musst, informiere dich über die Wechselwirkungen.

Strafrecht

MDA/ MDEA (EVE)/ MBDB fällt unter die Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG). Besitz, Handel etc. sind strafbar.

Weitere Infos: Drogen und Strafrecht

Meskalin (Halluzinogen)

Beschreibung

Wirkung

Risiken und Nebenwirkungen

Safer - Use - Regeln

Strafrecht

Beschreibung

Substanz:

  • natürlich vorkommende halluzinogene Substanz aus der Stoffklasse der Phenethylamine
  • findet sich im mittel-amerikanischen Peyote-Kaktus (Lophophora williamsii),der südamerikanischen Kakteengattung Trichocereus (T. pachanoi, T. bridgesii, T. peruvianus) und weiteren Kakteenarten

Erscheinungsformen:

  • zu Pulver extrahiert, erscheint es meist als Meskalinsulfat oder –hydrochlorid
  • seltener als Meskalincitrat oder –acetat

Konsumform:

  • geschluckt
  • seltener geraucht

Dosierung:

  • wirksame Meskalin-Dosen liegen zwischen ca. 200-400 mg
  • oral eingenommen gelten 3-5mg je kg Körpergewicht als halluzinogene Dosis

Wirkung

Wirkung:

  • bevor die Wirkung richtig einsetzt kann es oft zu Übelkeit und oft auch zu Erbrechen kommen
  • beginnt mit Hyperaktivität und innerer Unruhe
  • nach einiger Zeit stellt sich eine veränderte, geschärfte Wahrnehmung und ein intensiviertes Farbensehen ein
  • in einer zweiten Phase kommt es zu einer eher meditativen Konzentration
  • Konsument/innen berichten von Visionen und einer Euphorie von religiöser Tiefe, dem Gefühl einer visionären Erfahrung
  • Veränderung des Ich-Empfindens sowie von Gefühlen der Ich-Auflösung

Wirkungseintritt:

  • nach 45 Min.-1,5 Std.

Wirkungsdauer:

  • 6-9, manchmal bis zu 12 Stunden

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen:

  • pharmakologische Wirkung des Meskalins und der bittere Geschmack führen in der Anfangsphase des Trips meist zu Übelkeit und teilweise zu Erbrechen
  • ist in hohen Dosen (ab ca. 2g) toxisch und kann zu Leberschäden und Atemlähmung führen
  • Erhöhung des Pulsschlages und des Blutdrucks
  • zunächst Mundtrockenheit, dann erhöhter Speichelfluss
  • Pupillenvergrößerung, Anstieg der Körpertemperatur, verringertes Hungergefühl

Langzeitrisiken:

  • der Konsum von Meskalin kann - auch bei einmaligem Gebrauch - latente (verborgene) psychische Störungen auslösen

Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer die teils erheblichen, akuten und langfristigen Risiken in Kauf nimmt, sollte sich wenigstens mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen

Safer - Use - Regeln

Safer Use:

  • Meskalin ist nicht als Partydroge geeignet und sollte nur von erfahrenen User/innen konsumiert werden.
  • Nimm Meskalin nur gut vorbereitet in einem Umfeld ein, in dem du dich wohl fühlst, und nur zusammen mit erfahrenen Freund/innen (gutes Setting).
  • Nimm Meskalin nur, wenn du dich seelisch und körperlich gut fühlst (gutes Set).
  • Du solltest keine Angst, aber genug Respekt vor der Meskalin-Wirkung haben.
  • Meskalin sollte auf nüchternen Magen eingenommen werden. Fasten vor dem Trip kann helfen, die Wahrscheinlichkeit von Übelkeit und Erbrechen zu mildern.
  • Wirf nicht nach, wenn es nicht gleich wirkt → siehe Wirkungseintritt.
  • Lass dich während des Trips gehen, versuche nicht, gegen die Meskalin-Wirkung anzukämpfen. Ein Trippsitter (jemand, der sich mit diesem Stoff auskennt) kann dir dabei evtl. behilflich sein.
  • Gegen Kreislaufbeschwerden kann Traubenzucker helfen.
  • Meide Straßen und andere "gefährliche" Orte, dein Orientierungsvermögen kann gestört sein.
  • Trinke während des Trips genug Wasser.
  • Mischkonsum solltest du bei dieser potenten Substanz unbedingt vermeiden, da die Wirkung dann nicht mehr abschätzbar ist.
  • Plane nach dem Trip genug Zeit zur Erholung ein (mindestens 1 Tag)!
  • Meskalin-Trips sollten Ausnahmeerlebnisse bleiben und auf keinen Fall mehr als einmal im Monat erlebt werden.
  • Bei Panikanfällen oder Horrortrips: siehe Allgemeine Informationen unter Notfall.
  • Personen mit psychischen Problemen oder Erkrankungen, Personen, die Neuroleptika* nehmen müssen, sowie Personen mit Kreislauf- und Herzproblemen sollten dringend auf den Konsum von Meskalin verzichten.

*Neuroleptika sind Medikamente, die vor allem zur Behandlung von psychischen Störungen eingesetzt werden; bekannte Markennamen sind z.B. Haldol, Leponex oder Zyprexa.

Strafrecht

Meskalin fällt unter die Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG). Besitz, Handel etc. sind strafbar.

Weitere Infos: Drogen und Strafrecht

Nachtschatten-Drogen (Halluzinogene)

Beschreibung

Wirkung

Risiken und Nebenwirkungen

Safer - Use - Regeln

Beschreibung

Substanz:

  • werden meist rituell konsumiert
  • es handelst sich oft um Zubereitungen oder Mischungen aus Stechapfel (Datura), Engelstrompete, Bilsenkraut und Tollkirsche
  • wichtigste Wirkstoffe dieser Pflanzen sind Scopolamin, Hyoscyamin und Atropin

Erscheinungsformen:

  • frische oder getrocknete Pflanzen

Konsumformen:

  • Pflanzen werden im frischen oder getrockneten Zustand gegessen
  • als Tee getrunken
  • als Salben zubereitet
  • geraucht

Dosierung:

  • Nachtschattendrogen sind aufgrund natürlicher Wirkstoffschwankungen sehr schwierig zu dosieren.

Wirkung

Wirkung:

  • sehr stark setting- und dosisabhängig
  • Rausch kann leicht narkotisch und bewusstseinserweiternd sein (von Wahrnehmungsverzerrungen bis zum totalen Realitätsverlust)
  • im Unterschied zu andern Psychedelika können die Halluzinationen wirken, als wären sie real
  • der/die Berauschte sieht im Extremfall Personen, die nicht anwesend sind, und redet mit ihnen oder halluziniert Gegenstände

Wirkungseintritt:

  • oral eingenommen nach 30-45 Minuten

Wirkungsdauer:

  • je nach Dosis und Konsumform 5 Stunden bis 10 Tage (!)

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen:

  • geweitete Pupillen (manchmal extreme Pupillenerweiterungen über mehrere Tage)
  • Kribbeln auf der Haut und eine starke Austrocknung der Schleimhäute
  • Schrift kann oft tagelang nicht entziffert werden, was Panik auslösen kann
  • die Augen sind extrem lichtempfindlich
  • Schwindel, Taumeln, zeitweilige Blindheit, Raserei
  • bei hohen Dosierungen: spätere Erinnerungslücken und Atemprobleme
  • Spannbreite zwischen der wirksamen psychedelischen und der toxischen oder tödlichen Dosis ist sehr schmal, und wegen der Wirkstoffschwankungen ist das Risiko einer Vergiftung sehr hoch
  • bei Überdosierung kann es zum Tod durch Atemlähmung kommen

Langzeitrisiken:

  • sind nicht erforscht

Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer die teils erheblichen, akuten und langfristigen Risiken in Kauf nimmt, sollte sich wenigstens mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen

Safer - Use - Regeln

Safer Use:

  • Unerfahrenen User_innen ist dringend vom Gebrauch von Nachtschattendrogen abzuraten.
  • Risikoarme Konsumformen sind Rauchen - fang am besten mit winzigen Mengen an und taste dich langsam an die verträgliche Dosis heran - und die Anwendung von Salben. Am besten, man stellt eine größere Menge Salbe her und tastet sich langsam(!) an die optimale Dosis dieser Salbe heran. Die Wirkung kann sich über mehrere Tage summieren, wenn nicht genügend lange Pausen eingelegt werden.
  • Vor dem Konsum nur leichte Nahrung zu sich nehmen und während des Trips viel trinken (am besten Tee).
  • Konsument_innen dauert es oft zu lange, bis der Rausch eintritt, also legen sie nach. Was später eintritt, ist der erste Rausch, der durch die zweite Dosierung noch gesteigert wird - das kann lebensgefährlich sein!
  • Wenn jemand nach Einnahme einer Nachtschattendroge Probleme hat, dann versuch es zuerst mit beruhigenden Aktionen wie Reden, Ausschalten von lauter Musik, Körperkontakt usw. Bei Tobsuchtsanfällen oder Symptomen einer Atemlähmung (blaue Lippen, stockende, schwere Atmung) sofort die Rettung (Tel. 122) rufen.
  • Leidest du unter körperlichen oder psychischen Erkrankungen, verzichte unbedingt auf den Konsum von Nachtschattendrogen.

Poppers

Beschreibung

Wirkung

Risiken und Nebenwirkungen

Safer - Use - Regeln

Strafrecht

Beschreibung

Substanz:

  • Poppers (Amylnitrit, ein Medikament gegen Angina pectoris) wird wegen seiner luststeigernden Wirkung konsumiert.

Erscheinungsformen:

  • flüssig

Konsumformen:

  • Inhalation, meist direkt aus der Flasche

Wirkung

Wirkung:

  • Muskelentspannung, Blutdruckabfall
  • Erhöhung der Herzschlagfrequenz, Hitzegefühl, kurzfristige Schmerzunempfindlichkeit
  • Euphorie, Intensivierung des Orgasmus

Wirkungseintritt:

  • einige Sek. nach der Einnahme

Wirkungsdauer:

  • 1-2 Minuten

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen:

  • Kopfschmerzen, Schwindel, Herzklopfen
  • Bewusstseinsverlust, Ohnmacht und Kreislaufkollaps durch starken Blutdruckabfall

Langzeitrisiken:

  • bleibende Beeinträchtigungen der Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistung sowie Verringerung des Reaktionsvermögens
  • Herzrhythmusstörungen sowie Leber- und Nierenfunktionsstörungen, Nerven- und Gehirnschäden

Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer die teils erheblichen, akuten und langfristigen Risiken in Kauf nimmt, sollte sich wenigstens mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen

Safer - Use - Regeln

Safer Use:

  • Poppers nicht allein konsumieren.
  • Nicht gleich nachlegen (Kreislaufkollapsgefahr!).
  • Verzichte auf Mischkonsum jeglicher Art, besonders mit Alkohol.
  • Beachte die Safer-Sex-Regeln. Poppers nicht mit Viagra kombinieren - Gefahr des Herzversagens (Lebensgefahr)!
  • Personen mit Atemwegserkrankungen sowie mit Herz- und Kreislauferkrankungen, Epileptiker/innen und Schwangere sollten keine Poppers konsumieren.
  • Das Trinken von Poppers bewirkt schwere Verätzungen.
  • Poppers verätzt bei direktem Kontakt deine Schleimhäute (z.B. die Nase) beim Kontakt mit Augen und Schleimhäuten sofort ausspülen und Arzt aufsuchen!

Strafrecht

Amylnitrit (Poppers) ist verschreibungspflichtig. Ohne ein entsprechendes Rezept kann es strafrechtliche Probleme geben!

Psilocybin (Halluzinogen)

Beschreibung

Wirkung

Risiken und Nebenwirkungen

Safer - Use - Regeln

Strafrecht

Beschreibung

Substanz:

  • halluzinogene Pilze mit den Wirkstoffen Psilocybin und Psylocin werden seit Urzeiten als Heilmittel und Psychedelika genutzt
  • bekannteste Sorten: Spitzkegeliger Kahlkopf (Psilocybe semilanceata), "Mexikaner" (Psilocybe cubensis) und "Hawaiianer" (Panaeolus cyanescens)

Erscheinungsformen:

  • frische oder getrocknete Pilze
  • synthetisches (reines) Psilocybin als weisses Pulver.

Konsumformen:

  • gegessen
  • in Tee getrunken
  • selten geraucht (verminderte Wirkung!)

Dosierung:

Der Wirkstoffgehalt unterliegt starken Schwankungen (!)

Durchschnittliche Dosierungen getrockneter* Pilze:

  • Spitzkegeliger Kahlkopf: leicht 0,5-0,8 g | mittel bis stark 1,0-max. 2 g
  • "Hawaiianer": leicht 0,3-0,5 g | mittel bis stark 0,5-max. 1 g
  • "Mexikaner":leicht 0,5-1,5 g | mittel bis stark 1,5-max. 5 g

 *bei frischen Pilzen das Zehnfache

Wirkung

Wirkung:

  • leichte Dosen: anregend und stärkend.
  • mittlere Dosen: leicht halluzinogen und die Phantasie anregend
  • hohe Dosen: stark halluzinogen, sehr psychedelisch, die Umgebung empfindet man oft als traumartig, visionäres Eintauchen in fremdartige Welten, tiefe Einblicke in sich selbst und ein Gefühl starker Verbundenheit mit der Natur

Wirkungseintritt:

  • durchschnittlich nach ca. 30 Minuten

Wirkungsdauer:

  • 3-6 Std. (abhängig von Sorte und Zubereitung)

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen:

  • Pupillen weiten sich, Puls und Blutdruck verändern sich
  • Erhöhung der Körpertemperatur (Schweißausbrüche), Atembeschwerden und Herzrasen, gelegentlich Übelkeit
  • Gleichgewichtsstörungen, ein verändertes Raum-Zeit-Empfinden, Verwirrung und Angstzustände; bei Reizüberflutungen können Panikattacken auftreten
  • kann latente (verborgene) psychische Störungen auslösen

Langzeitrisiken:

  • nicht erforscht

Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer die teils erheblichen, akuten und langfristigen Risiken in Kauf nimmt, sollte sich wenigstens mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen

Safer - Use - Regeln

Safer Use:

  • Beim Sammeln der Pilze in der Natur besteht Verwechslungsgefahr durch tödliche Doppelgänger!
  • Konsumiere Pilze nur ausgeschlafen und in guter psychischer und physischer Verfassung (Set).
  • Konsumiere Pilze nicht alleine, sondern mit einem/einer Begleiter/in, dem/der du vertraust.
  • Achte auf das Setting. Wichtig ist eine stressfreie Umgebung, am besten in der Natur. Pilze sind keine
  • Konsumiere die Pilze nur nach einer leichten Mahlzeit; iss am besten 6 bis 8 Stunden nur noch wenig, um Übelkeit und andere unangenehme Nebenwirkungen zu vermeiden. Gut kauen!
  • Verwende, wenn möglich, getrocknete Pilze. Wasche rohe Pilze vor dem Verzehr gut.
  • Bei heiklen Momenten während des Trips: Lass dich gehen, versuche nicht, gegen die Wirkung der Pilze anzukämpfen.
  • Vermeide Mischkonsum, konsumiere Pilze auf keinen Fall mit Alkohol oder Medikamenten zusammen!
  • Meide Straßen und andere "gefährliche" Orte, dein Orientierungsvermögen kann gestört sein.
  • Bei Panikanfällen oder Horrortrips: siehe Allgemeine Informationen unter Notfall.
  • Gönne dir nach dem Trip, zumindest am Tag danach, viel Ruhe und Erholung, um die Erfahrung verarbeiten zu können.

Strafrecht

Psilocybin fällt unter die Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG). Besitz, Handel etc. sind strafbar.

Weitere Infos: Drogen und Strafrecht

Speed / Amphetamin / Pep (Stimulantia)

Beschreibung

Wirkung

Risiken und Nebenwirkungen

Safer - Use - Regeln

Strafrecht

Beschreibung

Substanz:

  • Unter dem Namen Speed wird meist eine Mischung aus Koffein und Amphetamin angeboten, seltener ist einer Mischung aus Amphetamin und Methamphetamin

Erscheinungsformen:

  • weisses, beiges oder rosafarbenes Pulver
  • selten in Kapseln abgefüllt oder in Pillenform

Konsumformen:

  • „Schnupfen einer Line“ ist die verbreitetste Konsumform
  • geschluckt
  • selten gespritzt

Dosierung:

  • Wegen der unterschiedlichen Reinheit ist die Dosierung schwierig und die Gefahr einer Überdosierung hoch.
  • Dosierungen mit mehr als 25 mg reinem Amphetamin verstärken die negativen Effekte
  • Eine Dosis von 50 mg pro Nacht ist das Maximum

Wirkung

Wirkung:

  • Freisetzung der körpereigenen Leistungsdroge Noradrenalin, Steigerung des Selbstwertgefühls durch die gleichzeitige Ausschüttung von Dopamin
  • Erhöhung der Körpertemperatur, Unterdrückung von Hunger und Schlafbedürfnis
  • Gefühl erhöhter Leistungsfähigkeit, erhöhte Risikobereitschaft, unterdrücktes Schmerzempfinden
  • Euphorie und gesteigerter Rededrang (Laberflash)

Wirkungseintritt:

  • Geschnupft: 5 bis 10 Minuten
  • Geschluckt: 30 bis 45 Minuten

Wirkungsdauer:

  • 6 bis 12 Stunden (Amphetamin ist im Körper schwer abbaubar)

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen:

  • Zittern, Unruhe, Übelkeit, Herzrasen und Herzrhythmusstörungen
  • Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Nervosität, Paranoia, Gereiztheit und Appetitlosigkeit
  • aggressives Verhalten (vor allem in Kombination mit Alkohol)
  • Bei hohen Dosen: Halluzinationen, Kreislaufversagen, Schlaganfälle sowie Nieren-, Leber-, Herzversagen und Zustände tiefer Bewusstlosigkeit
  • Ansteigen der Körpertemperatur bis auf 41ºC mit lebensbedrohlicher Überhitzung und Austrocknung des Körpers als Folge
  • Nach dem Runterkommen: extremes Schlafbedürfnis, starkes Hungergefühl, depressive Stimmung, Gereiztheit bis hin zu sehr aggressivem Verhalten
  • UserInnen werden oft als ichbezogen und gefühlskalt empfunden

Langzeitrisiken:

  • Abhängigkeit mit psychischen Symptomen kann sich rasch einstellen
  • Häufiger Speedkonsum führt oft zu körperlichen Mangelerscheinungen (Kalziummangel; bewirkt Knochen- und Zahnprobleme) und psychischen Problemen wie Depressionen
  • bei intensivem Konsum kann es zu ständiger Unruhe (aber auch anhaltender Müdigkeit), Schlaf- und Kreislaufstörungen, Angst und Paranoia bis hin zur Amphetaminpsychose kommen
  • hoher Blutdruck, Gewichtsverlust, Hautentzündungen ("Speedpickel"), Magenbeschwerden sowie Leber-/Nierenschäden und Krämpfe
  • Schnupfen schädigt die Nasenschleimhäute und Nasenscheidewand, das Schlucken die Magenschleimhäute
  • begünstigt Hirnblutungen und Schlaganfälle mit plötzlichen Lähmungen

Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer die teils erheblichen, akuten und langfristigen Risiken in Kauf nimmt, sollte sich wenigstens mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen

Safer - Use - Regeln

Safer Use:

  • Dosiere niedrig! Überlege dir vor der Einnahme, wie lange du wach sein willst! Unterdrücke nicht dein Schlafbedürfnis!
  • Die risikoärmste Konsumform bei Speed ist, es zu schlucken ("Bomben").
  • Iss nach dem Konsum genug, um Gewichtsverlust vorzubeugen.
  • Achte darauf viel zu trinken (KEINEN ALKOHOL!).
  • Nimm bei häufigem Gebrauch Vitamin C und D sowie Mineralien (Eisen, Kalzium und Magnesium) zu dir.
  • Beachte die Safer-Sniffing-Regeln (link „safer sniffing“)
  • Verzichte auf Mischkonsum!
  • Achte darauf, Konsumpausen einzulegen.
  • Psychisch kranke Personen, Personen mit Bluthochdruck, Leber- und Nierenerkrankungen, Diabetiker/innen und Schwangere sollten auf den Konsum von Speed verzichten.
  • Trage besser keine Kopfbedeckung (Überhitzungsgefahr!).
  • Bei intravenösem Konsum: kein gemeinsamer Spritzengebrauch (Link zu i.v. Konsum)

Strafrecht

Amphetamin/ Speed fällt unter die Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG). Besitz, Handel etc. sind strafbar.

Weitere Infos: Drogen und Strafrecht

Tilidin (Opioid)

Beschreibung

Wirkung

Risiken und Nebenwirkungen

Safer - Use - Regeln

Strafrecht

Beschreibung

 

Substanz:

  • Opioid (synthetische Nachahmung eines Opiates)
  • wird in der Medizin bei starken bis sehr starken Schmerzen eingesetzt (z.B. bei Rheumabeschwerden, Krebstherapien, Operationen, …)
  • heutzutage sind ausschließlich Tilidin-Präparate mit Naloxon -Beimischung erhältlich
  • wirksame Substanz von Tilidin ist Nortilidin, welches bei der Verstoffwechselung von Tilidin in der Leber erzeugt wird

Erscheinungsformen:

  • als Tropfen, Kapseln oder in retardierter (wirkungsverzögerter) Tablettenform

verschreibungspflichtig erhältlich

Konsumformen:

  • geschluckt

Dosierung:

  • zahlreiche Firmen bieten Tilidin in unterschiedlichen Dosierungen an
  • niedrigste Dosierung pro Tablette liegt bei 50mg Tilidin mit beigemischten 4mg Naloxon und ist in 50er Schritten bis zu einem Wirkungsgrad von 200mg mit 16mg Naloxon erhältlich
  • ein Pumphub der flüssigen Variante enthält 12,5mg Tilidin und 1 mg Naloxon und kann in fortlaufenden Schritten eigenständig dosiert werden
  • eine euphorisierende, antriebssteigernde Wirkung setzt bei der gängigen 50er Version, nach Konsum einer ½ bis 1 Tablette (25 – 50mg) ein
  • höhere Dosierungen sind bis zu einer Menge von 400mg realisierbar,danach entfaltet das Naloxon seine Wirkung und dämmt den Rausch ein - eine weitere Steigerung ist nicht möglich

Wirkung

Wirkung:

  • Die Wirkung ist u.a. abhängig von Dosis, Wirkungsgrad, Gewöhnungseffekten sowie vom Set (innerer Zustand) und Setting (Umfeld) des Users.
  • Rausch wird als euphorisierend, entspannend und betäubend beschrieben
  • verstärkt die jeweilige Grundstimmung der KonsumentInnen, unterdrückt Müdigkeit und wird in einigen Fällen sogar als antriebssteigernd wahrgenommen
  • Als Schmerzmittel verwendet, wirkt Tilidin stärker als Aspirin und Paracetamol, ist aber im Vergleich zu Morphin um ein Fünftel schwächer.

Wirkungseintritt:

  • nach 10 – 20 Minuten ein

Wirkungsdauer:

  • hält etwa 3 – 5 Stunden an (Wirkungshöhepunkt ist nach etwa einer Stunde erreicht)

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen:

  • bei Erstkonsum kommt es in den meisten Fällen zu Übelkeit und Erbrechen (wird durch den raschen Wirkungseintritt zusätzlich begünstigt)
  • Schwitzen, Zittern, innere Unruhe, Schwindel, Appetitlosigkeit und nach Abklingen der Wirkung und allgemeine Mattheit
  • in höheren Dosierungen kann es zu Schwindel und einer verwaschenen Sprache kommen
  • darüber hinaus können Krampfanfälle, Kreislaufprobleme und Gliederschmerzen auftreten
  • reines Tilidin (ohne Naloxon) in hohen Dosierungen kann zu Atemlähmungen führen, da der Antagonist (Gegenspieler) Naloxon nicht wirken und das Tilidin sich somit frei entfalten kann

Langzeitrisiken:

  • Regelmäßiger Tilidinkonsum führt zu einer psychischen und physischen Abhängigkeit und einer raschen Toleranzentwicklung
  • Entzug wird von Usern ähnlich unangenehm wie bei Heroin beschrieben (dauert zwar länger, ist aber nicht so intensiv)
  • Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Gewichtsverlust, Muskelabbau, Impotenz, sexuelles Desinteresse und Depressionen

Wechselwirkungen:

Tilidin + Alkohol:

Diese Kombination führt zu einer Verstärkung und Verlängerung des Rausches sowie zu einer hohen Kreislaufbelastung. Außerdem kann es zu einer Atemdepression kommen, die zum Tod durch Atemlähmung führen kann.

Tilidin + andere Opioide:

Der sedierende Effekt verstärkt sich, Wechselwirkungen sind schwer abschätzbar. Daher ist vom Mischkonsum abzuraten.

Tilidin + Benzodiazepine:

Es kann zu einem narkoseähnlichen Zustand kommen. Koma und Atemlähmung können mögliche Folgen sein. Lebensgefahr!

Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer die teils erheblichen, akuten und langfristigen Risiken in Kauf nimmt, sollte sich wenigstens mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen

Safer - Use - Regeln

Safer Use:

  • bei jeder Person wirkt Tilidin unterschiedlich intensiv, taste Dich deshalb langsam an eine Dosis heran
  • behalte die rasche Toleranzentwicklung kritisch im Auge
  • der Erstkonsum ist in vielen Fällen mit Übelkeit verbunden - denke daran, Dein Setting entsprechend anzupassen (entspanntes Umfeld, Toilette in der Nähe)
  • Konsumiere besser nicht allein, damit jemand in der Nähe ist, der im Notfall Hilfe holen und leisten kann.
  • Wenn Tilidin verschrieben und eingenommen wird, ist das Führen von Kraftfahrzeugen bis zu einer bestimmten Dosierung erlaubt (siehe Beipackzettel und ärztliche Hinweise). Eine höhere Dosierung macht den User fahruntauglich.
  • Bei Tilidin vom Schwarzmarkt kann man sich nie wirklich sicher sein, welche Dosierung die Tabletten (50er/100er/150er/200er) haben oder ob der flüssigen Variante Naloxon beigemischt ist.
  • Sollte Naloxon fehlen, was bei manchen Präparaten aus anderen Ländern der Fall sein könnte, kann es bei hohen Mengen zu gefährlichen Überdosierungen kommen, welche zum Tod durch Atemlähmung führen können.
  • Wenn sich an dem Fläschchen keine Pumpe befindet, kann alternativ auch eine Dosierungsspritze verwendet werden.
  • Achtung: wenn sich das Medikament nicht mehr in der Originalflasche befindet, könnte es vom Schwarzmarkt stammen!
  • HeroinkonsumentInnen oder GebraucherInnen sonstiger Opiate sollten auf Tilidin in Verbindung mit Naloxon auf jeden Fall verzichten - das beigemischte Naloxon verdrängt nahezu alle Opiate von den Rezeptoren, blockiert diese und verursacht schwere Entzugserscheinungen oder verstärkt bereits bestehende
  • Bei schweren Leberfunktionsstörungen oder bestehenden Vorschädigungen, sollte auf den Konsum von tilidinhaltigen Präparaten verzichtet werden.
  • Die Wirkung von Tilidin kann sich bei körperlicher Belastung (Sport, Tanzen, etc.) verstärken.
  • Wenn Schwindelgefühle auftreten, sollte man sich einen Ort zum Entspannen suchen.
  • Sollten nach dem Absetzen von Tilidin oder bei Konsumpausen Entzugserscheinungen auftreten, ist es ratsam sich ärztliche Hilfe zu suchen.
  • Konsumpausen einplanen und durchziehen!

Strafrecht

Tilidin ist verschreibungspflichtig. Ohne ein entsprechendes Rezept kann es strafrechtliche Probleme geben!